MEDITATION

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – dem „Jahrzehnt des Gehirns“ – haben Neurowissenschaftler die Auswirkungen von Meditationstechniken eingehend unter die Lupe genommen.

Forscher konnten nachweisen: Immunsystem, Herz und Kreislauf werden gestärkt und Angstzustände (Stressgedanken) gemildert. Immer mehr Mediziner sind sich sicher, dass geistige Zustände und körperliches Wohlbefinden eng zusammenhängen.

“Meditation führt uns bewusst an den einzigen Ort und in die einzige Zeit, in der unser Leben überhaupt existiert – DAS JETZT-“.     Jens Schaprian

Wir praktizieren bei uns im Dojo direkt die Meditation in der Stille und indirekt über die Bewegung in der Kampfkunst.

Einen Transfer der Meditation in den Alltag erkennen wir u. a. dadurch, dass wir auch in schwierigen Lebenssituationen ruhiger werden, unsere Achtsamkeit und Empathiefähigkeit zunimmt und die eigenen Gedanken klarer werden.

Meditation in Stille

Die stille Meditation, oder auch Ruhemeditation, ist eine Form der Meditation, die es in verschiedenen Ausprägungen seit Jahrtausenden gibt, im Grunde, seitdem Religionen entstanden sind. Ob Sie sie nun als Kontemplation (konzentriertes Nachdenken/Betrachten) bezeichnen wollen, oder sie als eine gezielt betriebene Form der Meditation betrachten und angehen: Ruhe ist ein Element, das schon immer von Menschen genutzt wurde. “In der Ruhe liegt die Kraft”! Dieser Ausspruch wird gerne so dahingesagt, aber wenn Sie sich einmal mit dem, was Ruhe bedeutet und bewirkt, beschäftigt haben, werden Sie dieser Aussage zustimmen. Was für den heutigen Menschen dabei besonders interessant ist, ist der Kontrast zum Alltagsleben.

Immer mehr Menschen, und das trifft vielleicht auch auf Sie zu, befinden sich in einem Spannungsfeld diverser Medien, beruflicher und privater Forderungen und Einflüssen, vor allen Dingen, wenn Sie in einer Großstadt leben. Was einem Lebensstil “auf der Überholspur” entgegen zu setzen ist, um in Balance zu bleiben, oder wieder dahin zu geraten, ist Ruhe. Die stille Meditation arbeitet nach einem einfachen Prinzip, nämlich dem, einfach jegliche Einflüsse von außen abzustellen, aber auch die eigene Bewertung einzustellen. Wenn alles wegfällt, jegliche Aktion – was bleibt? Dies ist das Faszinierende, aber natürlich zunächst auch Irritierende an einer solchen Meditationsform.

Nichts ist mehr da, woran Sie sich sonst vielleicht klammern, was Sie für wichtig erachten, nur die Ruhe herrscht. Kein Handy-Anruf, kein Checken von Mails, keine Musik, keine Gespräche mit Anderen, nur Ruhe. Dass diese Ruhe gerade dem modernen Menschen sehr guttut, ist offensichtlich, und diese Form der Meditation wirkt auch schon “in kleinen Dosen”. Das heißt, Sie als Übender müssen nicht auf eine einsame Insel gehen, Sie müssen sich nicht für Monate in ein Kloster begeben. Sie können die Ruhe einfach in Ihr Leben einbauen – mit Gewinn!

Übungsformen bei uns im Dojo: sitzend, stehend oder liegend, von 0,5 bis 3 Minuten zum Trainingsanfang und -ende im Karate, oder als eigene Übungseinheit von 2 – 3 mal 20 Minuten.

Meditation in Bewegung

Kampfkünste können Gegenstand der Meditation sein: Besonders in den daoistischen Traditionen der inneren Kampfkünste (z. B. Taijiquan, Xingyiquan, etc.) spielt der meditative Aspekt eine große Rolle. Allerdings wird bei uns im Tai-Chi der kämpferische Ursprung berücksichtigt und gelehrt.

Auch in vielen der äußeren Kampfkünste (z. B. Karate, Taido und auch Kobodo) werden meditative Praktiken geübt.

Übungsformen bei uns im Dojo: Durch das regelmäßige Trainieren von Bewegungsformen im Tai-Chi Chuan, oder durch das ständige Wiederholen von Bewegungsformen im Karate (KATA) können gleiche innere Zustände, wie z.B. in der Meditation im Sitzen erreicht werden. Allerdings wird hierbei eben auch der Körper, die Beweglichkeit und Koordination mittrainiert.

Angeleitete oder geführte Meditationen

Bei einer geführten Meditation wirst Du stimmlich durch die Meditation begleitet. Gerade, wenn Du mit dem Meditieren beginnst, kann eine geführte Meditation sehr hilfreich sein. Apps oder CDs können Dir dabei helfen.

Im Gegensatz zur Meditation in der Stille, kannst Du über die geführte Meditation auf verschiedene Themen des Lebens eingehen, um dann z.B. in einen Ressourcenvollen Zustand, wie z.B. der inneren Ruhe, oder zu eigenen Antworten in bestimmten Lebenssituationen gelangen.